“INKA+ combines several technologies. It works as a route guidance system, a company platform, a social network, a local online newspaper, an industry network as well as a corporate blog.”

Mit diesen Worten eröffnete TRANSMEDIAL-Inhaber Huy Tran am 26. September 2019 seine Erläuterungen zum Projekt INKA+. Schon viele Male zuvor hatte er die Netzwerkplattform vorgestellt, doch dieses Mal war es etwas Besonderes, denn er befand sich in Schweden.

Huy Tran und Thomas Böhm, der Leiter des Wirtschaftsamtes im Burgenlandkreis und tatkräftiger Unterstützer von INKA+, waren eingeladen worden, das Netzwerk als Best Practice im Rahmen des SARURE-Projektes und des Programms „Interreg Europe“ vorzustellen.

Interreg Europe ist eine Initiative der Europäischen Union und setzt sich ein für den Austausch von Erfahrungen zwischen den europäischen Ländern – im Bezug auf Aktionen, die die regionale Wirtschaft, den Umweltschutz und/ oder kleine und mittlere Unternehmen fördern. Daraus wiederum entstand das Projekt SARURE. Es richtet sich an ländliche Einzelhandelsunternehmen und versucht, Möglichkeiten zu finden, diese zu stärken und zu erhalten.

Auf der Website des Burgenlandkreises heißt es dazu:
“[…] Auch wenn Einzelhandelsgeschäfte in dünn besiedelten Gebieten eine Grundversorgung darstellen, ist ihre Existenz nicht garantiert. Kleine Dörfer brauchen Läden, um zu überleben, aber kleine ländliche Läden brauchen auch eine Mindestanzahl von Kunden, um zu existieren.
Als die Entvölkerung einige europäische Regionen stark in Mitleidenschaft zog, entstanden um das Jahr 2000 herum verschiedene Systeme zur Unterstützung des ländlichen Einzelhandels. Auch wenn diese Initiativen zweifellos dazu beigetragen haben, die Situation in den letzten zehn Jahren zu bewältigen, setzt sich der Rückgang des Einzelhandels in ländlichen Regionen Europas heute fort. Ländliche Unternehmen stehen vor erheblichen Herausforderungen auf dem Markt, die zu ihrer Unmöglichkeit und zu dramatischen Folgen für den sozialen und territorialen Zusammenhalt führen.”

Damit es jedoch gar nicht erst zu solch dramatischen Folgen kommen kann, haben sich die Projektpartner aus Deutschland, Spanien, Finnland, Griechenland, Polen, Irland und Schweden zusammengetan, um die bisherigen Gegenmaßnahmen zu analysieren und zu optimieren. Hierfür fand in der schwedischen Stadt Söderhamn das zweite Seminar von SARURE statt. Dabei wolle man durch die Befragung von Stakeholdern und Experten von bereits gesammelten Erfahrungen profitieren, so die Repräsentanten von SARURE.

Und aus diesem Grund wurde auch Huy Tran eingeladen.
Das Projekt INKA+ soll Vorbild sein für ähnliche Konzepte in einem anderen Kontext. Potenzielle Schwierigkeiten und Herausforderungen, aber auch Chancen und positive Auswirkungen können so besser abgeschätzt werden.

Und da INKA+ sich ebenfalls für die Stärkung des ländlichen Raums und dessen Wirtschaft einsetzt, sei das Projekt besonders prädestiniert für eine Vorbildfunktion in diesem Rahmen.

Also machten sich Huy Tran und Thomas Böhm auf nach Schweden, um dort die interaktive Karte für den Burgenlandkreis und Mitteldeutschland zu präsentieren.

Und trotz aller vorangegangener Nervosität kam der Vortrag gut an und es bleibt nur noch, ein großes Dankeschön an Thomas Böhm, den Burgenlandkreis und alle Beteiligten des SARURE-Projektes auszusprechen für die Ehre, nach Schweden eingeladen worden zu sein und für die positive Resonanz auf unsere Arbeit!