Eine Agentur auf wilder Fahrt

An der Saale hellem Strande
Stehen Burgen stolz und kühn.
Ihre Dächer sind gefallen,
Und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.

Nein, nicht nur bei älteren Generationen ist dieses alte Volkslied ein echter Evergreen. Auch Transmedial kann so viel Heimat- und Naturverbundenheit nachvollziehen und genoss am 07. September bei einer gemeinsamen Bootfahrt von Dornburg-Camburg nach Bad Kösen die in dem Lied besungenen Landschaften.

Aus Romanen und Filmen kennen wir Abenteurer, die wilde Gewässer befahren, gemeinsam den Gefahren trotzen und mit ihren Mitstreitern schließlich durch die zusammen erlebten Grenzerfahrungen enger verbunden sind als zu Beginn der Reise.
Heute nennt man das Team-Building.

Und auch wenn das nicht ganz so riskant ist wie bei den echten Abenteurern, so ist es dennoch ein gemeinschaftliches Erlebnis.

Huy und Phuong Tran hatten die Schlauchboot-Tour zum Anlass des 10-jährigen Geburtstages von Transmedial (im Jahr 2017) und des Erfolgs beim German Brand Award 2018 organisiert und alle genossen diesen letzten warmen Sommertag auf der Saale.

Nach der Einweisung bat der Herr vom Bootsverleih noch um ein Lebenszeichen, falls wir bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht zurück sein sollten. Dann setzte sich unser knallrotes Gummiboot mit seiner 12-Mann-Besatzung in Bewegung.

Zu Beginn ließen wir uns noch entspannt durch die idyllische Landschaft treiben. Der ein oder andere stimmte Lieder an wie „Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön“. Doch bald hatten wir wie die echten Abenteurer Gefahren zu trotzen: Stromschnellen, tief hängende Äste und das schlimmste: Hunger und Durst.

Diese Stimmungskiller konnten glücklicherweise auf dem Weingut Zahn schnellstens behoben werden. Auf einer Terrasse über der Saale, zwischen Weinranken genossen wir unsere Pause und setzten uns dann träge wieder in Bewegung.

In der zweiten Hälfte des Tages war es dann auch genug mit dem Technik-Entzug. Kameras und Drohne wurden ausgepackt und begleiteten den Rest unserer Reise.

Unser Steuermann musste nun nicht mehr nur die Crew, sondern auch die Drohne auf Kurs halten. Und während er alles daran setzte, Back- und Steuerbord weiterhin gut zu koordinieren, war Chef Huy der Meinung, als Kreativmenschen müssten wir auch mal gegen den Strom schwimmen – weswegen sich das Boot mehr als einmal um die eigene Achse drehte und zeitweise in Pirouetten über die Saale tanzte.

Ob man diesem Anspruch heute wirklich gerecht werden musste, daran zweifelte der ein oder andere zwar, aber für Laune sorgte es auf jeden Fall.

Als wir unser Ziel fast erreicht hatten, setzte ein leichter Nieselregen ein. Wir waren trotz aller Turbulenzen zum genau richtigen Zeitpunkt in Bad Kösen angekommen – übrigens noch vor Einbruch der Dunkelheit.

Und ein bisschen fühlten wir uns auch wie die Abenteurer aus den Filmen und Romanen.