Spätestens seit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung DSGVO im Mai 2018 müssen sich Werbetreibende, Dienstleister und Technologieanbieter aktiv mit dem Thema Datenschutz auseinandersetzen. Die bisher flächendeckend eingesetzten Cookie-Banner, die jedem Internetnutzer inzwischen bekannt sein sollten, sind nicht mehr in jedem Fall ausreichend.

Consent Management und Consent Management Tools können helfen. Doch was ist Consent Management eigentlich und was macht ein gutes Tool aus?

Wichtiger Hinweis: Wir sind keine Juristen. Die in diesem Beitrag gesammelten Informationen und Tipps sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen. Bei konkreten juristischen Fragen oder Problemen wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.

Cookies - im Sinne des Datenschutzes

 

Inhaltsverzeichnis

DSGVO und ePrivacy Verordnung – was ist das überhaupt?
Was bedeutet Consent Management?
Warum eine Consent Management Plattform sinnvoll ist
Checkliste für eine gute Consent Management Lösung
Unsere Lösung für Sie

DSGVO und ePrivacy Verordnung – was ist das überhaupt?

Bei der DSGVO und der ePrivacy-Verordnung handelt es sich um Gesetze, die alle Website-, Onlineshop- und Webanwendungsinhaber dazu verpflichten, vollständige Transparenz darüber zu gewährleisten, welche Skripte von Drittanbietern verwendet werden und welche Cookies geladen werden, wenn ein Benutzer die Website besucht.

Im Jahr 2018 ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Sie vereinheitlicht das Datenschutzrecht innerhalb der EU, da bisher überall verschiedene Datenschutzgesetze und damit unterschiedliche Standards galten. Weiterhin soll das Internet dadurch datenschutzfreundlicher für Nutzer werden. Der Bürger soll die Hoheit über seine Daten soweit wie möglich zurück erhalten.

Zusätzlich soll es in naher Zukunft noch eine speziellere Verordnung geben: die neue e-Privacy Verordnung (ePVO). Mit dieser neuen EU-Rechtsvorschrift sollen Cookie Hinweise noch eindeutiger werden und somit den Nutzern von Websites einen besseren Datenschutz garantieren. Der genaue Zeitpunkt der Umsetzung bleibt dabei noch abzuwarten. Weitere Details zur geplanten Verordnung können Sie u.a. auf den Seiten von e-recht24.de nachlesen.

Beim Consent Management handelt es sich im Grunde um einen Vorgang, bei dem der Webseitenbesucher gefragt wird, ob seine Daten gespeichert und verwendet werden dürfen. Dadurch holen Sie die Einwilligung (Consent) des Users ein, sogenannte Cookies setzen zu dürfen. Diese Informationen werden im Anschluss dokumentiert und verwaltet. So lässt sich mehr über das Surfverhalten der Websitebesucher erfahren.
Doch ganz so einfach ist das nicht (mehr). Nur, wenn das Setzen von Cookies nötig ist, um die Website entsprechend des Nutzerzieles zu verwenden (z.B. ein Warenkorb-Cookie), entfällt die Notwendigkeit der Zustimmung. Ist es für den eigentlichen Zweck des Besuches nicht erforderlich (z.B. personenbezogenes Remarketing), braucht es zwingend eine gültige Einwilligung durch den Nutzer, die vom Verantwortlichen dokumentiert werden muss und vom User jederzeit widerrufen werden kann.

Warum eine Consent Management Plattform sinnvoll ist

„Diese Website nutzt Cookies. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.“ Eine Einwilligung durch „Weitersurfen“ ist entsprechend der gesetzlichen Regelungen ebenso unrechtmäßig, wie ein simpler OK-Banner mit dem Hinweis auf das erfolgende Datensammeln und Verweis auf die Datenschutzseite. Sobald Tracking-Tools wie beispielsweise Google Analytics im Einsatz sind, besteht dringender Handlungsbedarf.
Eine Consent Management Plattform ist eine technologische Plattform, die den oben genannten Prozess automatisiert. Beim Einsatz eines solchen Tools werden die Besucher der Website über ein Fenster detailliert darüber informiert, dass und in welcher Form Daten erhoben werden. Außerdem sammelt, speichert und dokumentiert eine solche Plattform diese Informationen rechtskonform. So ist ein Nachweis jederzeit möglich.

Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Gründe, warum Sie sich jetzt für den Einsatz einer CMP entscheiden sollten:

  1. Sie schützen Ihre Werbeeinnahmen
    Eine fehlende Einwilligung kann zu erheblichen Einschränkungen Ihres digitalen Marketings und zu sinkenden Werbeeinnahmen führen
  2. Sie minimieren rechtliche Risiken
    Mit einer flexibel an die aktuelle Gesetzeslage anpassbaren CMP sind Sie auch bei Gesetzesänderungen immer auf der sicheren Seite. So schützen Sie sich vor Abmahnungen und Bußgeldern und sparen Sie sich unnötigen Ärger mit Behörden.
  3. Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Nutzer
    Ein professionelles, transparentes Consent Management erhöht das Nutzer-Vertrauen und zahlt sich als Wettbewerbsvorteil aus.

Checkliste für eine gute Consent Management Lösung

Verwenden Sie auf Ihrer Website nur technisch notwendige Cookies, brauchen Sie kein Consent Management. Für alles, was darüber hinaus geht, ist eine Consent Management Lösung zu empfehlen. Folgende wichtige Punkte muss eine solche Plattform können:

  1. Die Einwilligung muss durch den Nutzer gesetzt werden und darf nicht als Standard angekreuzt sein.
  2. Wenn der Nutzer noch nicht eingewilligt hat, müssen alle Cookies (bis auf das eigene Cookie des Content Tools) deaktiviert oder geblockt sein.
  3. Die Cookies werden erst nach der Einwilligung gesetzt.
  4. In der Einwilligungsbox muss jedes Tool einzeln benannt werden.
  5. Diese dürfen aber in Gruppen zusammengefasst werden, damit sie nicht einzeln erklärt werden müssen.
  6. Das Consent Management Tool muss in der Datenschutzerklärung aufgeführt werden.

 

Unsere Lösung für Sie

Wer auf Nummer sicher gehen möchte und eine Einwilligung nach DSGVO für alle Marketing- und Analysecookies einholt, der wird von Consent Management Providern dabei wirksam unterstützt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter für Consent Management Tools auf dem Markt. Viele der Lösungen sind initial kostenlos, aber begrenzt z.B. in der Anzahl an Domains, Unterseiten oder monatlichen Besuchern.

Um Ihnen rechtliche Probleme zu ersparen und Vorteile zu sichern, kümmern wir uns um die Implementierung des optimalen User Consent Management Tools, damit Ihre Online-Marketing-Aktivitäten optimal umgesetzt werden können. Wir haben uns dabei für die Lösung des deutschen Unternehmens Usercentrics entschieden. Dieses Tool ist zwar kostenpflichtig, ermöglicht aber eine Vielzahl an Anpassungen:

  • Höhere Opt-in Raten und garantiert störungsfreies Benutzererlebnis durch maßgeschneidertes Design – abgestimmt auf Ihre Website oder App
  • Jederzeit volle Rechtssicherheit konform mit sämtlichen rechtlichen Anforderungen (DSGVO, EuGH, IAB Transparency and Consent Framework)
  • Keine Einschränkungen Ihres digitalen Marketings und somit auch kein Verlust von Werbeeinnahmen
  • Einsatz zahlreicher Marketing Features wie A/B Testing zur Performance Steigerung

Falls Sie dennoch mit dieser Vorauswahl unzufrieden sind, bieten wir Ihnen gern auch eine Alternative. Für die meisten unserer Kunden haben wir die neuen Cookie-Hinweise bereits umgesetzt. In Ausnahmefällen ist nur eine Neugestaltung möglich.

Der Einsatz eines Content Management Tools gilt übrigens als technisch notwendig, für den Einsatz brauchen Sie nicht das Einverständnis des Internetnutzers einzuholen. Aber Sie müssen Ihre Datenschutzerklärung aktualisieren und Ihr Consent Mangement Tool dort aufführen. Auch hierbei können wir Sie gern unterstützen.